Lehrformate Constance Richter
 
Wissensvermittlung » Hilfsmittel » Einführung

Visualisierung von Wissen

Wissen muss sichtbar gemacht werden, damit wir es wahrnehmen und haltbar machen können. Nach Ballstaedt ist Visualisierung alles das, „was dem Auge geboten wird, […] also auch die Stichwörter auf einer Overhead-Folie“ (1997, S. 8) und es können mit Hilfe von Visualisierungen zum einen Unsichtbares sichtbar und zum anderen Zusammenhänge sichtbar gemacht werden.

  1. Unsichtbares sichtbar machen. Bereiche die dem visuellen System nicht zugänglich sind, wie beispielsweise das Planetensystem oder die Struktur eines Atoms können mit geeigneten Hilfsmitteln (z. B. einem Mikroskop) durch reale Abbilder ersetzt werden.


  2. Zusammenhänge sichtbar machen. Visualisierungen transformieren Zusammenhänge, die nicht sichtbar sind und auch nicht durch reale Abbilder ersetzt werden können. Dazu gehört z. B. die Veranschaulichung einer Unternehmensstruktur in Form eines Organigramms oder die Abhängigkeit zwischen zwei Variablen in Form eines Kurvendiagramms.

Visualisierungen machen Materie, Energie, Information oder Prozesse sichtbar (Niegemann et al., 2004) und sind die Transformation von abstrakten Daten, Informationen oder Wissen in den sichtbaren Bereich. Visualisierungen sprechen nicht immer für sich selbst. Sie müssen mündlich erklärt oder schriftlich im Text verankert werden.