Lehrformate Constance Richter
 
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Merkmale für die Typenbildung

Jeder Typologie liegt ein Merkmalsraum (attribute space) zu Grunde, der sich durch die Kombination ausgewählter Merkmale und deren Ausprägungen ergibt. Um Aussagen über die Umformatierung und deren Aufwand treffen zu können, muss eine einzelne Veranstaltung beschrieben und zugeordnet werden können.

Der Typenbildung sollen zunächst folgende Merkmale zu Grunde gelegt werden:

  • Merkmal 1: Strukturierungsgrad der Lehrveranstaltung
  • Merkmal 2: Lerneraktivität in Form von Fragen
  • Merkmal 3-1: Digitalisierungsgrad der Materialien
  • Merkmal 3-2: Digitalisierungsgrad der Präsentation
  • Merkmal 3-3: Digitalisierungsgrad der Fragen
  • Merkmal 4: Dauerhaftigkeit der Darstellungsformen (dauerhaft oder flüchtig)

Es handelt sich um metrisch, einheitlich skalierte Merkmale (Werte zwischen 0 und 1) und diese müssen daher nicht transformiert werden.

Die Variablen Strukturierungsgrad (kSt) und Lerneraktivität (kR) geben Auskunft über den Rahmen einer Lehrveranstaltung, die Variablen Digitalisierungsgrad Materialien (kDGM), Digitalisierungsgrad Präsentation (kDGP), Digitalisierungsgrad Fragen (kDR) und Darstellungsformen (kDA) geben Auskunft über die eingesetzten Hilfsmittel und Dauerhaftigkeit einer Lehrveranstaltung. Inhaltlich würden sich somit zwei Faktoren anbieten:

  • Faktor 1 – f_rahmen: Rahmen der Lehrveranstaltung mit kSt, kR
  • Faktor 2 – f_digital: Digitalisierungsgrad der Lehrveranstaltung mit kDGM, kDGP, kDR, kDA

Lägen keine signifikanten Korrelationen vor, würde eine Faktorenanalyse genau die gleiche Anzahl an Faktoren liefern wie Merkmale. Die Merkmale, die signifikant miteinander korrelieren, werden somit höchst wahrscheinlich einen gemeinsamen Faktor bilden.

Letzte Änderung 11.06.2009